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Podiumsdiskussion Clubkultur in Nürnberg: zwischen Standortfaktor, Subkultur und „Drogensumpf"?

Montag, den 13. März 2017 um 19 Uhr in der Galerie des Z-Bau (Frankenstraße 200)

Mittschnitt: https://soundcloud.com/kulturliga

In den letzten Wochen erhielten Themen rund um die Begriffe Clubkultur, Nachtleben, Afterhours und Partydrogen in Nürnberg auch über die Grenzen der Stadt hinaus gesteigerte Aufmerksamkeit. Dabei war nicht zuletzt eine Drogenrazzia im Technoclub Waschsalon Anlass für vielerlei Diskussionen und Beiträge, die, auch losgelöst von diesem Einzelfall, weiterführende Fragen unterschiedlicher Dimensionen aufwarfen.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Kulturliga als Zusammenschluss der Livemusikspielstätten in Nürnberg, Fürth und Erlangen mit Unterstützung der mudra-Drogenhilfe eine Podiumsdiskussion unter dem Titel Clubkultur in Nürnberg: zwischen Standortfaktor, Subkultur und „Drogensumpf"?

Die Diskussion findet am Montag, den 13. März um 19 Uhr in der Galerie des Z-Bau (Frankenstraße 200) statt. Der Eintritt ist frei.

Workshop und Vortrag: GEMA und KSK für Veranstaltende

04.10.2016
Einlass 18.30 Uhr
Beginn 19.00 Uhr
Eintritt: frei!
Keine Voranmeldung erforderlich!

Studie der HafenCity-Universität Hamburg zum Thema „Urbane Nachtökonomie“.

14.07.2015

Ordnungsstrafen wegen Plakatierung

28.05.2015

Seit Anfang April geht die Stadt Nürnberg gegen sogenanntes Guerilla-Marketing im öffentlichen Raum vor. Wie man in einem Artikel der Nürnberger Nachrichten vom 13.04.2015 lesen konnte, geht es hier vor allen Dingen um die Aktionen von Diskotheken, illegale Plakatierung von kommerziellen Unterhaltungsveranstaltungen oder Werbeaktionen von größeren Unternehmen im Stadtgebiet. Im Zuge dieser Verschärfung erhielten auch Mitglieder der Kulturliga und andere Subkulturveranstalter_innen wegen angeblicher Wildplakatierung Anzeigen.

Es wird dabei kein Unterschied gemacht, ob ein Plakat mit Kleister an einen Stromkasten angebracht wird (was offensichtlich Sachbeschädigung darstellt) oder, ob Plakate beispielsweise an Eingängen von kleinen Läden angebracht werden, deren Besitzer_innen das gut heißen und die als solche Plakatierungsorte seit Jahren etabliert sind. Zum Teil stellen die Flächen, die manche Ladenbesitzer_innen der sogenannten Subkultur zur Verfügung stellen, die einzige Möglichkeit dar, im öffentlichen Raum überhaupt präsent zu sein.

Anstelle die Sub- und Soziokultur zu unterstützen, wird diese nun kriminalisiert. In der Folge verschwinden die Plakate, die ohnehin nur wenig Raum im Stadtbild hatten, vollends, da sich die freien Gruppen und kleinen Veranstalter_innen keine vermehrten Ordnungsstrafen leisten können.

Eine Möglichkeit der regulären Plakatwerbung ist der Plakatierservice des Concertbüro Franken. Neben anderen Anbietern wie der Stadtreklame Nürnberg (regional) oder Ströer Medien (überregional), stellt eine Plakatierung über das Concertbüro Franken in diesem Bereich die kostengünstigste Variante dar. Bei einer Mindestanzahl von 50 Plakaten, die gebucht werden müssen, liegt der Preis pro Plakat derzeit bei 0,52 € am Tag. Ein Komplettangebot kostet bei 100 Stück A1-Plakaten für 14 Tage 720,- € zzgl. MwSt. Da Konzerte im Bereich der Subkultur meist bei Eintrittspreisen zwischen 5,- € und 15,- € liegen, wird schnell deutlich, dass dieses Angebot zu nutzen nicht in Frage kommen kann.

Ein Beispiel: Bei einem durchschnittlichen Eintrittspreis von 12,- € und einer angenommenen Besucherzahl von 100 Gästen (12,- € x 100 Gäste = 1.200,- € Bruttoeinnahmen) würden die Kosten für die bloße Plakatierung (720,- € zzgl. MwSt = 856,80 €) ca. 70% des gesamten Kartenumsatzes betragen.

Abgesehen davon, dass einige dieser Konzertveranstaltungen mit geringeren Eintrittseinnahmen über die Bühne gehen, ist die Möglichkeit des regulären Plakatierens dabei vollkommen ausgeschlossen und realitätsfern. Den legalen Weg können sich allein die Hochkultur und kommerzielle Unterhaltungsveranstaltungen leisten.

Lösungsansatz

Trotz bereits geführter Gespräche auf Initiative der Kulturliga mit der Stadtreklame und dem Concertbüro Franken und angebotener Förderrabatte sind die Kosten für die Nutzung regulärer Plakatflächen für Veranstaltungen der Subkultur noch viel zu hoch.

Die Kulturliga schlägt daher folgende Lösungsansätze vor:

  1. Etablierte Orte und Flächen des Plakatierens, die von den Eigentümer_innen und Ladenbesitzer_innen geduldet oder sogar gewünscht sind, müssen erhalten bleiben und deren Nutzung darf nicht mehr geahndet werden. Dabei bietet die Kulturliga die Zusammenarbeit mit der zuständigen Behörde zur Identifizierung dieser Flächen an.

  2. Monatliche Freikontingente auf Plakatflächen der Stadtreklame werden für Mitglieder der Kulturliga eingerichtet. Diese Kontingente werden als Kulturförderung von der Stadt Nürnberg subventioniert.

  3. Das monatliche Sammelplakat mit den Programmhighlights aller Kulturligamitglieder wird über den Plakatierservice des Concertbüro Franken plakatiert und als Kulturförderung von der Stadt Nürnberg subventioniert.

  4. Es wird ein Plakatsystem nach dem Modell von „Erlangen Plakate“ eingerichtet: A1 Plakatflächen auf Dreiecksständern, die von der Kulturliga verwaltet und an ca. 20 ausgesuchten Plätzen in Absprache mit der Stadt Nürnberg positioniert werden. Die Flächen stehen nur den Kulturliga-Mitgliedern zur Verfügung und werden selbstständig mit dem monatlichen Sammelplakat der Kulturliga bestückt.

Plakate der Sub- und Soziokultur im Stadtbild sind ein wichtiger Bestandteil von Urbanität und Weltoffenheit. Die derzeitige Entwicklung führt zu einer Verdrängung der Sub- und Soziokultur, nicht nur aus dem öffentlichen Raum sondern auch finanziell. Die Stadt Nürnberg muss sich fragen, ob es das Ziel sein kann, kleinteilige Kulturformen aus dem Stadtbild zu verstoßen, oder ob diese nicht gerade Ausdruck einer modernen Stadt sind, die sich kultureller Vielfalt und einem niedrigschwelligen Zugang zu Kultur im Sinne der Soziokultur verschreibt.

Nachts Leben – Drogenkonsum in der Partyszene

Ein kostenloser Workshop für die Mitglieder der Kulturliga am 28.01.15

LiveKomm fordert im neuen Mission Statement stärkere Unterstützung der Clubkultur in Deutschland

01.07.2014

Online-Petition zur Erhaltung des Kleinkunstverein Pegnitzbühne e.V.

28.10.2013
Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hat sich der Kleinkunstverein Pegnitzbühne e.V. mit Auftritten von nationalen und internationalen Künstler fest im kulturellen Leben in der Metropolregion etabliert.

Die Bewerbung für den bundesweiten Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien ist gestartet!

04.06.2013
Die Preise werden in drei Kategorien für ein herausragendes Programm in 2012 verliehen.
Die Pressemitteilung und die Teilnahmebedingungen findet Ihr auf folgender Webseite:
http://www.initiative-musik.de/presse/pressearchiv/2013/pm-68.html
Die "Initiative-Musik" auf Facebook:
https://www.facebook.com/initiativemusik

LiveKomm betont Kulturdimension im GEMA-Tarifstreit

18.04.2013
19.Bundesvereinigung der Live-Clubs verabschiedet auf Frühjahrstagung die „Leipziger Forderungen“
und setzt sich für eine faire Lösung im GEMA-Tarifstreit für kulturelle Musikspielstätten ein.

Club-Netzwerke prangern „Doppelbesteuerung“ an und fordern Aussetzung des „DJ-Tarifs“ VR-Ö.

10.04.2013
Bundesverband der Musikspielstätten ruft DJs zur Teilnahme an Umfrage von EventKultur Rhein-Neckar auf.

Wir sind dabei: Verstärker 2013 26.- 28.4.

Forum // Festival // Clubabend // Diskurs im Künstlerhaus/K4, Nürnberg
Freitag, 26.4. - der Abend gehört wieder der elektronischen Musik. DJs und Produzenten aus der Region werden geladen, ihr Soundset zu spielen.
Samstag, 27.4. - das Forum mit Livebands, Aktionen, Ausstellungen, Diskussionen, Showcases, Kino...
Sonntag, 28.4. - die Fachtagung mit Diskussionen, Vorträgen und Workshops
Homepage: http://www.dieverstaerker.de

Die Kulturliga ist jetzt auch auf Facebook.

Wir freuen uns über alle Menschen denen das gefällt!

„LiveMusikKommission“ (LiveKomm) - Verband der Musikspielstätten in Deutschland

24.05.2012
25 Vertreter aus 11 Bundesländern für über 600 Spielstätten haben einen Bundesverband als Interessensvertretung der Musikspielstätten in Deutschland gegründet.